Die Sachkunde ist eine im § 7 Abs. 1 Waffengesetz geforderte Voraussetzung im Waffenrecht und Schießsport, um Schusswaffen und Munition erwerben zu dürfen. Die Sachkunde wird erworben durch einen Lehrgang, der mit einer Prüfung vor einer autorisierten Prüfungskommission endet. Ein Sachkundelehrgang gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Der Teilnehmer an einem Sachkundelehrgang wird im theoretischen Teil über die beim Umgang mit Waffen und Munition zu beachtenden Rechtsvorschriften des Waffenrechts, des Beschussrechts sowie der Notwehrund des Notstands geschult. Der theoretische Teil wird mit einer Prüfung abgeschlossen, in der unterschiedliche Fragen aus einem Fragenkatalog des Bundesverwaltungsamtes mit einem bestimmten Prozentsatz richtig beantwortet werden müssen. Im praktischen Teil wird der Lehrgangsteilnehmer in der sicheren Handhabung von Waffen oder Munition einschließlich ausreichender Fertigkeiten im Schießen mit Schusswaffen geprüft. Diese Fähigkeiten werden üblicherweise vor der Teilnahme am Lehrgang beim angeleiteten Training auf dem Schießstand des Schießsportvereins vermittelt. Der Sachkundelehrgang mit abschließender Prüfung findet üblicherweise an zwei meist aufeinander folgenden Wochenenden statt.